Was Ist Analoge Forstwirtschaft?

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Analoge Forstwirtschaft ist eine Aufforstungsmethode, die auf die Schaffung der natürlichen Waldstruktur ausgerichtet ist und sowohl wissenschaftliche als auch traditionelle forstwirtschaftliche Kenntnisse beinhaltet. Die Technik konzentriert sich auch auf die lokalen Gemeinschaften, die in dem betroffenen Gebiet leben, und berücksichtigt deren Beitrag bei der Entwicklung eines analogen Waldes. In dieser Hinsicht versorgt die analoge Forstwirtschaft die örtliche Gemeinschaft mit Nahrungsmitteln, einer Einkommensquelle, Futter für ihren Viehbestand und Pharmazeutika. Dr. Ranil Senanayake gilt als einer der Pioniere dieser Forsttechnik. Der in Sri Lanka geborene Arzt stellte die Forstwirtschaft in den 1980s als Wiederaufforstung in Sri Lanka vor, wo Wälder abgebaut wurden, und auch als Ersatz für die nicht nachhaltige Monokultur, die aus Eukalyptus- und Kiefernbäumen bestand.

Lokale Gemeinschaft

Einheimische Landwirte spielen eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von Analogwäldern und werden ermutigt, Anbaumethoden anzuwenden, die für die sich entwickelnden Wälder geeignet sind. In der analogen Forstwirtschaft wird ausdrücklich von Holz- und Holzaktivitäten abgeraten. In der ersten Phase der analogen Forstwirtschaft sind die Bäume und Sträucher noch in den Kinderschuhen, und die Bauern können zwischen den Bäumen Getreide anbauen und erhalten so Subsistenz, während sie sich um gepflanzte Büsche und Bäume kümmern. Die Kultivierung wird ungeeignet, da der Wald wächst und die darauffolgende Baumkrone verhindert, dass die Sonne die darunter liegende Vegetation erreicht. Landwirte können jedoch auch im fortgeschrittenen Stadium der analogen Forstwirtschaft noch in der Landwirtschaft tätig sein. Einige Kulturpflanzen wie Kaffee und Tee können in einem reifen Analogwald noch gut abschneiden und bieten den Bauern vor Ort eine Einkommensquelle. Daher gibt die analoge Forstwirtschaft den Bauern in den verschiedenen Phasen der Waldentwicklung Einkommen und Lebensunterhalt.

Einheimischen Arten

Um sicherzustellen, dass die analoge Forstwirtschaft in einer Region erfolgreich ist, müssen zunächst die natürlichen Wälder der Region untersucht werden. Ein zentrales Konzept von Analogwäldern ist das Kopieren der natürlichen Wälder sowohl in ökologischer Funktion als auch in einer architektonischen Struktur. In dieser Hinsicht beinhaltet die analoge Forstwirtschaft die Wiedereinführung einheimischer Pflanzenarten, um die Eigenschaften der ursprünglichen Wälder zu erhalten. Nicht-einheimische Pflanzenarten werden auch verwendet, während ein analoger Wald angelegt wird, und diese werden eingegliedert, um die Landwirte zu versorgen, die die Wälder pflegen und schützen.

Ökologische Nachfolgen

Die ökologische Sukzession spielt eine wichtige Rolle bei der Entwicklung eines analogen Waldes. Die Etablierung eines analogen Waldes ist ein schrittweiser Prozess, der in verschiedenen Phasen abläuft. Sonnenliebende Pflanzen werden zuerst in ein degradiertes Gebiet eingegliedert und andere Waldpflanzen ersetzen diese progressiv. Schließlich werden Bäume in das Gebiet integriert, um die reife Struktur des Waldes zu bilden. Die ökologische Nachfolge ist für die in Analogforstwirtschaft tätigen Landwirte von wesentlicher Bedeutung, da sie in den frühen Phasen der analogen Forstwirtschaft Nahrungsmittel anbauen.

Globale Anwendung

Die Forsttechnik wurde auf der ganzen Welt angenommen und hat sich als erfolgreich erwiesen, um den Rückgang der Wälder in einigen der am stärksten betroffenen Regionen der Welt einzudämmen. Zu den Ländern, in denen die Praktiken großen Erfolg hatten, gehören unter anderem Peru, Kanada, Indien, Kenia, Australien, Ecuador, Brasilien, die Philippinen, Vietnam und die Dominikanische Republik. In Costa Rica, einem anderen Land, in dem die Technik erfolgreich war, befindet sich das International Analog Forestry Network.