Mehrjährige Flüsse haben einen ununterbrochenen Wasserfluss während des ganzen Jahres, unabhängig von der Jahreszeit, obwohl einige mehrjährige Flüsse während schwerer Dürre nicht mehr fließen können. Mehrjährige Flüsse entwässern ein riesiges Gebiet, das das Flussgebiet bildet, wie zum Beispiel der Amazonas, der ein Gebiet von 2.7 Millionen Quadratmeilen bedeckt und das größte Becken der Welt ist. Der Kongo-Fluss in Afrika entwässert ein Gebiet von 1.5 Millionen Quadratmeilen und ist damit das zweitgrößte Flussgebiet der Welt.
Lage der mehrjährigen Flüsse
Mehrjährige Flüsse gibt es auf allen Kontinenten außer der Antarktis, und einige bemerkenswerte Beispiele sind der Amazonas, der Hudson River, der Rhein, der Indus, der Kongo und der Nil. Die meisten dieser Flüsse werden sowohl mit Regen als auch mit Schnee gefüttert und sorgen für einen kontinuierlichen Wasserfluss. In tropischen Regionen ist der Regen ausreichend, um ganzjährig den Fluss von mehrjährigen Flüssen zu unterstützen.
Bedeutung von mehrjährigen Flüssen
Der konstante Wasserfluss in mehrjährigen Flüssen ist lebenswichtig für Menschen, Pflanzen und Tiere. Mehrjährige Flüsse wie der Nil und der Volta werden genutzt, um Wasserkraft für die Stromversorgung in ihren jeweiligen Ländern bereitzustellen. Das Wasser in diesen Flüssen wird auch in Bewässerungsprojekten verwendet und erhöht die Nahrungsmittelproduktion in den Ländern, in denen sie sich befinden. Menschen nutzen auch Flusswasser für tägliche Aktivitäten wie Trinken, Waschen und Kochen. Tiere verlassen sich auf das Wasser, um ihren Körper zu trinken und zu kühlen, besonders während der drückenden Hitze der trockenen Jahreszeiten. Mehrjährige Flüsse bieten auch Lebensraum für Meerestiere wie Fische und einige Amphibien.
Gefahren durch mehrjährige Flüsse
Mehrjährige Flüsse stellen manchmal ein großes Risiko für die umliegenden Gemeinden dar. In den Jahreszeiten mit außergewöhnlich hohen Niederschlägen neigen die Flüsse dazu, ihre Ufer zu sprengen, was in der Regel katastrophale Überschwemmungen zur Folge hat. Diese Überschwemmungen haben zu erheblichen Verlusten an Leben geführt, beispielsweise als der Gelbe Fluss in China in 1887 überflutet wurde und etwa 2.5 Millionen Tote forderte. Die Flut zerstörte auch 1500 Dörfer und Städte. Überschwemmungen erhöhen auch das Risiko von wasserbedingten Krankheiten wie Cholera und Typhus aufgrund des Mangels an sauberem Trinkwasser und der Verschmutzung der Wasserversorgung durch Abwässer. Überschwemmungen beschädigen auch Verkehrssysteme wie Straßen und transportieren Fahrzeuge, was es schwierig macht, den betroffenen Gebieten Hilfe zu leisten. Flussüberschwemmungen können auch in einem Land zu Nahrungsmittelknappheit führen, da das überflutete Land nach der Aufnahme großer Wassermengen in der Regel unproduktiv ist. Diese Überschwemmungen können auch die Ernte wegwaschen, die noch auf den Farmen ist, was zu verringerten Ernten und Hunger führt.
Auswirkungen des Klimawandels auf mehrjährige Flüsse
Die genauen Auswirkungen des Klimawandels auf mehrjährige Flüsse sind undokumentiert, aber laut dem Climate Reality Project kann die Veränderung der Niederschlagsmuster dazu führen, dass Flüsse weniger Wasser haben als in früheren Jahren. Alternativ können aufgrund der höheren Verdunstungsraten mehr Überschwemmungen entlang der Flüsse auftreten. Diese Arten von Variationen können auch die Wasserqualität in den Flüssen verändern.